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Strike
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Beitragvon Strike » 15.06.2006, 20:04

Bob Marley sagte mal, "umso mehr Leute Ganja rauchen um so eher wird Babylon fallen" :D

Na indem du nicht nur zuschaust! Sonder dein mund aufmachst und dich angagierst! Demos, mit leuten reden und überzeugen! Halt rückrand zeigen!

MFG
S-t-r-i-k-E
Fick nicht die Welt, sondern schwänger sie!

Swiss Nauruan Wailer
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Beitragvon Swiss Nauruan Wailer » 17.06.2006, 11:33

wir können diesem System kaum entfliehen; das System ist (noch) zu stark, man kann es nicht innert kurzfristiger Zeit zerstören (selbst Marley hat das gesagt, siehe Song "Real Situation"); aber man kann das System stören, ihm unbequem sein. und je mehr Leute das tun, desto eher fällt es.
das geht aber nicht von heute auf morgen (beim Kommunismus haben es einige innert weniger Jahre versucht, das Resultat ist ja bekannt). dieser Prozess braucht seine Zeit.
De heathen back dey 'pon de wall...
Naoero eko dogin.

Munky
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Beitragvon Munky » 20.06.2006, 14:47

Chillax!!!!

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JAH-Soldier
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Beitragvon JAH-Soldier » 20.06.2006, 16:29

Psalm14
[6] Ye have shamed the counsel of the poor, because the LORD is his refuge.
[7] Oh that the salvation of Israel were come out of Zion! when the LORD bringeth back the captivity of his people, Jacob shall rejoice, and Israel shall be glad.

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Strike
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Beitragvon Strike » 20.06.2006, 17:36

Fick nicht die Welt, sondern schwänger sie!

Munky
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Beitragvon Munky » 20.06.2006, 18:33

Chillax!!!!

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Beitragvon Munky » 20.06.2006, 18:35

Chillax!!!!

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Strike
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Beitragvon Strike » 20.06.2006, 19:29

Fick nicht die Welt, sondern schwänger sie!

Robert Nesta Marley
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Beitragvon Robert Nesta Marley » 25.06.2006, 18:08


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JahInnaJuhLive
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Beitragvon JahInnaJuhLive » 27.07.2006, 09:29

Die Rastafari-Bewegung:

Laurel Aitken besingt „Haile Selassie“, Burning Spear wartet auf ein Telegramm des „African Postman“, U-Roy sieht sich als „True Born African“, als tatsächlich in Afrika Geborener, obwohl er in Kingston geboren wurde und auch die Musiker von Aswad wünschen sie „Back To Africa“. Ist der schwarze Kontinent wirklich das Gelobte Land der Schwarzen als Allheilmittel der sozialen Probleme Jamaikas?

Viele Reggae-Texte beziehen sich direkt auf die Rastafari-Religion. Dadurch erschließen sich einem die Bilder und Botschaften der Texte erst, wenn man sich auch mit der Rastafari-Ideologie beschäftigt.

1941 gründete Marcus Garvey in Jamaika die UNIA (Universal Negro Improvement Association) mit dem Ziel der Beseitigung der Rassendiskriminierung. Er wurde somit die zentrale Figur im religiös inspirierten Freiheitskampf der Schwarzen im 20. Jahrhundert. Die UNIA entwickelte sich schnell zur größten und einflussreichsten afroamerikanischen Organisation. Garvey gelang es mit seinen Theorien seinen Leidensgenossen ein Gefühl von Macht, begründet auf ihrer Kultur und Geschichte, zu geben. Sein Ziel war es einen eigenen, unabhängigen Staat in Afrika zu gründen, der eine neue Heimat für alle Afroamerikaner sein sollte.

Diese Idee kam so gut an, dass die UNIA bald 3 bis 4 Millionen Mitglieder und Filialen in 40 Staaten der Welt hatte. Den Herrschenden in den USA, wohin Garvey 1916 umsiedelte, wurde er zu gefährlich und wurde so unter dem Vorwand der Steuerhinterziehung wieder nach Jamaika abgeschoben. Im eigenen Land galt er allerdings nicht besonders viel. Aber 1964 wurde er dann zum Nationalhelden Jamaikas erklärt. Denn er hatte 1916 prophezeit: „Schaut nach Afrika, wenn sie dort einen schwarzen König krönen, ist der Tag der Befreiung nah“. Im November 1930 wurde Haile Selassie I. zum Kaiser von Äthiopien gekrönt. Er wurde später ins britische Exil gezwungen und seitdem sind die Farben Rot, Gelb und Grün das Symbol der Rastas: Rot für das vergossene Blut der Afrikaner, Grün für das ihnen weggenommene Land und Gelb (Gold) für das ihnen gestohlene Hab und Gut. Haile Selassie I. wird von den Rastas als wiedergekehrter Messias, als Jah, als lebender Gott verehrt. Gott ist für sie mit dem Menschen, für den Menschen und im Menschen.

Leonhard Howell gründete die Äthiopische Heilsgesellschaft als Keimzelle der Rastafari-Bewegung in Jamaika. Der Name Rastafari wurde vom eigentlichen Namen Haile Selassies I. abgeleitet. Er gliedert sich in die Bestandteile Ras (so nennt sich ein Provinzstadthalter in Äthiopien), Tafar (Name) und I (der Erste). Howell und seine Anhänger predigen einen extremen schwarzen Nationalismus, lehnen jede Regierung ab und verehren Haile Selassie als Führer der angeblich überlegenen schwarzen Rasse. Die Gesellschaft der Weißen, in der sie lebten, war für sie gleichbedeutend mit der biblischen Stadt Babylon.

In den Bergen wurden von den Führern der Bewegung die ersten großen Camps der Rastafarians gegründet. Sie begannen langes Haar und Bärte zu tragen, um auch nach außen eine Zusammengehörigkeit zu zeigen. So entstand auch die Bezeichnung der Dreadlocks. Ihre Grußformel und Lebensmaxime formulierten sie in der Losung „Peace and Love“ – „Frieden und Liebe“. Nachdem die Camps durch die Polizei aufgelöst wurden, verteilten sich die Rastas über ganz Jamaika. Es kam immer wieder zu Zusammenstößen mit der Polizei. Eine Studie der Westindischen Universität ergab, dass die Rastas in der Mehrzahl arme, friedliebende Menschen waren.

Die damalige Regierung bemühte sich tatsächlich, den Wunsch der Umsiedlung der Rastas nach Afrika zu ermöglichen. Aber das Missverhältnis zwischen dem Rasta-Traum und der Realität, die sie in Afrika erlebten, war so groß, dass viele von ihnen nach Jamaika zurückkehrten. Die erneute Integration der Rastas in die Gesellschaft war erfolgreich. 1966 besuchte Haile Selassie I. Jamaika. Er schloss mit den Rastas einen Kompromiss: „Liberation before emigration“ – „Befreiung des Volkes vom Joch des Neokolonialismus und dann erst „Rückkehr“ nach Afrika“. Allerdings ist der richtige Zeitpunkt der „Rückkehr“ noch heute ein Streitpunkt unter den Rastas.

1961 bewarb sich erstmals ein Rasta um einen Parlamentssitz. Durch die offizielle Anerkennung der Rastas schlossen sich immer mehr Jugendliche aus der Mittelschicht der Bewegung an. Dadurch war es unausbleiblich das die alten Ideen verwässerten, zugleich aber auch zunehmend realitätsbezogener wurden.

Die Rastafaris sind heute die führende, ernstzunehmende soziale und kulturelle Kraft in Jamaika. Sie sind bestimmt der politisch bewussteste Teil

der Bevölkerung und mittlerweile auch der Stolz der Insel, zumindest was die kulturelle Seite angeht. Rastas sind die wichtigsten Vertreter jamaikanischer Musik, Kunst und Literatur.

Rastas gibt es heute in allen sozialen Schichten. Insgesamt bekennen sich ca. 140 000 Menschen zum Rastafari-Glauben. Dazu kommen noch ungezählte Sympathisanten. Ihr Anteil unter den Jugendlichen dürfte bei 80% liegen. Es waren auch Bob Marley und andere Reggae-Musiker, die den Glauben der Rasta, ihre Musik und ihre Lebenshaltung, auch international verbreiteten. Ein französischer Journalist definierte: „Rasta ist eine Religion, Reggae ist ihre Messe und Marley ihr Papst.“

Inzwischen beschränkt sich die Rastafri-Bewegung nicht mehr nur auf Jamaika. Anfang 1981 beteiligten sich zum Beispiel in der Dominikanischen Republik Rasta-Anhänger in den Bergen am Guerillakampf gegen die konservative Regierung. Weniger kämpferische Rastafari-Gemeinschaften gibt es in den Westinder-Ghettos Großbritanniens und den USA, aber auch in Frankreich und anderen europäischen Ländern.
:anbet: :joint: :anbet:



Sprache und Botschaften des Reggae:

Um den Inhalt der Texte verstehen zu können, muss man sich die Songs mehrmals anhören. Zahlreiche Slang-Ausdrücke und Metaphern welche meist der Rastafari-Ideologie entstammen, erschweren das Textverständnis, vor allem für außerjamaikanische Hörer. Es gibt auch Songs, die sich auf aktuelle gesellschaftliche Ereignisse beziehen, aber um diese zu verstehen braucht man exakte Kenntnisse über die aktuelle Situation in Jamaika bzw. in Großbritannien.

Als Textsprache des Reggae wählten seine Interpreten Patois, jamaikanisches Kreolisch, durchsetzt mit Bibelzitaten, afrikanischen Worten, Weisheiten der Rastas und einer eigenen Grammatik. Für die Rastas war das ein Versuch sich von der alten Kolonialmacht zu befreien. Das Patois war lange Zeit nur eine gesprochene Sprache. Seit den siebziger Jahren gibt es auch Gedichte, Zeitungen, Bücher und Rundfunksendungen in dieser Sprache. Seit 1962 wird darüber diskutiert Patois auch an Schulen, ganz normal neben Englisch, zu unterrichten. Die Wahl der Sprache begründete Linton Kwesi Johnson, ein in Großbritannien lebender Reggae-Musiker, wie folgt:

„Vieles, was um mich herum geschah, auf der Strasse, mit jungen Farbigen, mit alten Menschen, worüber ich schreiben wollte, konnte ich mit den Mitteln der englischen Sprache nicht ausdrücken. Ich fand die englische Sprache zu tot, zu steril, um die Tiefe dieser Eindrücke mitzuteilen. So griff ich ganz natürlich zur Sprache derjenigen Gruppe, der ich angehöre, der Bewohner der Westindischen Inseln, über deren Erfahrungen ich schreiben wollte. Ich griff zum jamaikanischen Kreolisch.“

In dieser Sprache sind viele englische Wörter ins Gegenteil gedreht. Zum Beispiel „Dread“ (engl. Furchtbar, schrecklich) symbolisiert den rebellischen Widerstand gegen die bestehende gesellschaftliche Autorität. „Natty Dread“

hat mehrere Bedeutungen: Junger Rasta, Parasit oder Gammler und der Begriff verweist auch auf den Namen einer Rasta-Sekte. „Ganja“ oder „Herb“ ist das Marihuana, welches nach Rasta-Ansicht „das heilige Kraut der Völker“ darstellt. Ein großer Teil der Musiker konsumiert Marihuana. „I“ bedeutet „Ich“ zugleich aber auch „Gott Jah“. „I and I“ heißt „wir“ oder „ich und du“. So wird aus „humanity“ „I-manity“. Jeder Mensch wird als Individuum gesehen und das wird mit der Kombination “I-Man” betont. „Babylon“, die Exilstätte aller Stämme Judas, dem Alten Testament nach, bezeichnet allgemein einen Ort der Unterdrückung bzw. das gesamte Gesellschaftssystem. Diese Beispiele ließen sich endlos fortsetzen.

Die Themen des Reggaes lassen sich wie folgt unterteilen:

- Kommentare zu aktuellen Ereignissen,

- Schilderungen der sozialen, ökonomischen und politischen Situation der Jamaikaner bzw. der jamaikanischen Einwanderer,

- Themen der Rasta-Ideologie, insbesondere Gott Jah und dem Ziel „Back To Africa“ gewidmete Songs,

- Liebeslieder,

- Militante Aufrufe zur Veränderung der gegenwärtigen Lage der Jamaikaner bzw. der jamaikanischen Einwanderer in Großbritannien.

Es werden sowohl eigene Erlebnisse als auch Erlebnisse ihrer Landsleute verarbeitet.

Linton Kwesi Johnson besingt zum Beispiel die Unruhen in britischen Städten:

„Fünf Nächte Blutvergießen
Es war grausam und wahnsinnig
Junge Rebellen gerieten in Wut
Weil ihre Haut die weiße Gesellschaft stört
Die Polizei schlug zu
Die Farbigen wehrten sich
Fünf Nächte Blutvergießen
Polizisten wurden verletzt
Einer von uns verblutete
Ein Krieg des Wahnsinns
Ein Wahnsinnskrieg.“

Die Situation der durchschnittlichen Jamaikaner unterschied sich nicht viel von der der Musiker. Nur wenigen gelang es mit Plattenverkäufen, Konzerten und Tantiemen[1] ein etwas besseres Leben zu führen. Es gibt also keinen Reggae-Künstler, welcher die soziale und ökonomische Lage seines Volkes nicht aus eigenem Erleben kennt. Diese enge Verbundenheit macht den Reggae zu einer echten Volksmusik.

Die Reggae-Musiker weisen immer wieder auf die krassen Unterschiede zwischen arm und reich hin. z.B. Bob Marley in „Them Belly Full But We Hungry“:

„Sie haben den Bauch voll, aber wir sind hungrig
Eine dreckige Menge ist eine zornige Menge
Es regnet, aber der Dreck ist zäh
Ein Topf zum Kochen, aber das Essen reicht nicht.“

Das sind zwar exakte Feststellungen, aber Bob Marley kann nicht die Ursachen dieser Lage aufzeigen und/oder einen Ausweg anbieten. Er singt weiter:

„Du wirst nach der Musik Jahs tanzen, tanzen
Wir werden nach der Musik Jahs tanzen, tanzen
Vergiss deine Sorgen und tanze
Vergiss deinen Kummer und tanze
Vergiss deine Krankheit und tanze
Vergiss deine Schwachheit und tanze.“

Ein weiteres Beispiel stellt „Slave Driver“, ebenfalls von Bob Marley, dar:

„Immer, wenn ich Peitschenknallen höre
Gefriert mir das Blut
Ich erinnere mich an die Sklavenschiffe
Wie brutal man uns behandelte
Heute sagt man, wir sind frei
Nur, um uns in Armut gefangen zu halten.“

Des weiteren besingen britische Ska-Revival-Gruppen die Situation in Großbritannien. z.B. The Specials in „Night Club“:

“Nachtklub –
Ist das der richtige Ort?
Was such ich denn hier?
Ich betrachte mir die Mädchen
Und gebe Geld aus.
Hey, ich arbeite nicht,
weil ich nicht muss.
Ich brauche nicht zu arbeiten,
weil es keine Arbeit gibt.
Nachtklub –
Ich bin Mitglied des Nachtklubs.“

Die britische Gruppe UB 40, was zugleich die Bezeichnung des Formulars Nr. 40 für Arbeitsunterstützung ist, besingt einen jungen Afroamerikaner, der in Louisiana verhaftet wird, weil er gegen den Ku-Klux-Klan demonstrierte in ihrem Song „Taylor“. In „The One In Ten“ klagen sie die Arbeitslosigkeit in Großbritannien an.

„Ich bin eine hungernde Mutter der Dritten Welt
Ein Flüchtling ohne Zuhause
...
Ich bin ein weiteres hungriges Baby
Ich bin eine Fehlgeburt“

Auch in anderen Songs beschränken sich die Reggae-Interpreten auf eine reine Schilderung der Situation. Sie machen das nicht mit dem Ziel einer konkreten Veränderung der gesellschaftlichen Bedingungen, sondern allein um einen Wandel in der Gesinnung und der Hoffnung auf ein besseres Leben im Jenseits. Sie predigen nicht weltliche, sondern religiös motivierte Heilserwartungen. Dies zeigt sich z.B. in „Zion Train“ von Bob Marley:

„Der Zug nach Zion kommt
Oh Leute steigt ein
Ihr solltet lieber einsteigen
Dankt dem Herrn, preist Fari
Ich werde den Zug nehmen
Weil es keine andere Station gibt
Dann geht’s in die gleiche Richtung.“

Hierbei ist der Zug das Symbol der Sehnsucht nach einem besseren Leben. Dieses Symbol des Zuges wird auch gern und oft im Blues der Afroamerikaner besungen.

In seiner LP „Exodus“ spricht Bob Marley den Auszug aller Rastafaris ins gelobte Land Afrika an:

„Wir wissen, wohin wir gehen
Wir wissen, woher wir stammen
Wir verlassen Babylon
In das Land unserer Väter
Exodus, Bewegung der Jah-Leute
Exodus, Bewegung der JAH-Leute“

Auch Bob Marley weiß, dass im gelobten Land noch viel zu verändern ist.
Das zeigt sich zum Beispiel im Song „War“:

„Bis die Philosophie endgültig und für immer
verworfen und aufgeben ist,
die eine Rasse für besser und eine andere für schlechter hält,
bis es in keiner einzigen Nation mehr Bürger erster und
zweiter Klasse gibt,
bis die Hautfarbe eines Menschen so unwichtig wie die Farbe
seiner Augen ist,
bis dass die grundlegenden Menschenrechte nicht gleichermaßen allen
Menschen ungeachtet der Hautfarbe gewährt werden,
bis zu diesem Tag wird der Traum vom dauerhaften Frieden eine
Illusion sein.
Bis die unwürdigen und unheilvollen Regime, die unsere Brüder
in Angola, in Mocambique und in Südafrika in unmenschlicher
Knechtschaft halten,
nicht vollkommen zerschlagen sind,
bis zu diesem Tag gibt es Krieg.“

Dieser Text bezieht sich auf eine Rede des äthiopischen Kaisers Haile Selassie am 28.02.1968 in Kalifornien. Er zeigt wieder einmal die Widersprüchlichkeit und die Realitätsferne des Rastafari-Glaubens.

Haile Selassie wird nicht als Unterdrücker gesehen, der im Luxus lebt, während seine Untertanen verhungern.

Im Song „Ambush In The Night“ (LP „Survival“-1979) sieht Marley als Verursacher des Elends in der dritten Welt die Kolonialmächte:

„Sie [die Kolonialmächte] bestechen uns mit Waffen und Geld
Sie sagen, unser Wissen hätten sie uns gelehrt
Ihre politische Strategie lässt uns hungern
Ein Hinterhalt in der Nacht
Die Waffen sind auf mich gerichtet
Ein Hinterhalt in der Nacht
Sie haben das Feuer auf mich eröffnet.“

Als Symbol jeder Unterdrückung wird das „Babylon System“ genannt. Dazu schrieb Bob Marley ebenfalls einen Song („Survival“):

„Babylon ist ein Vampir, der unsere Kinder aussaugt
Babylon ist ein Vampir, der das Blut der Unterdrückten säuft
Babylon errichtet Kirchen und Universitäten und ich sage euch:
Dort werden nur Diebe und Mörder ausgebildet
Wir weigern uns, so zu sein, wie ihr euch uns wünscht.“

Sogar in Liebesliedern wird die zwischenmenschliche Beziehung meist im sozialen Kontext betrachtet. z.B. „Could You Be Loved“ (Marley – LP „Uprising“):

„Die Strasse des Lebens ist steinig
Und man kann auch straucheln
Wenn man nicht aufpasst
Wird man von irgendjemand verurteilt
Liebe deinen Nächsten.“

Von den politisch fortschrittlichsten Ländern kommen die konsequentesten Aufrufe zur Veränderung der gegenwärtigen Lage in Jamaika und den Exilländern. Hier ist vor allem Linton Kwesi Johnson zu nennen. Er versteht seine Musik als Mittel im Klassenkampf. In „It Dread Inna Inglan“ geht es um den Jamaikaner George Lindo, der unschuldig des Raubes angeklagt wurde:

„Es ist furchtbar in England
Die Wahrheit gilt nur für Weiße
Die Schwarzen von Bredford fordern
Lasst Georg Lindo frei!
Die Richter stehen auf der Seite des Unrechts
Es ist furchtbar in England
Die Schwarzafrikaner, die Westinder, die Asiaten
Alle Farbigen stehen auf der Seite von George Lindo
Er hat kein Unrecht getan
Lasst ihn frei!“

Zu den meistgespielten Reggae-Titeln gehört Bob Marleys „Get Up, Stand Up“:

„Steh auf, erhebe dich
Erhebe dich für deine Recht
Steh auf, erhebe dich
Gib den Kampf nicht auf!“ :joint:

Ich fand dass das ein artikel ist der, der Wahrheit sehr nahe kommt deshalb wollte ich in euch mal zusenden..

bless ya
entschuldigung falls ihr einen so langen Text als spam oder ähnliches auslegt... dafür bekommt ihr hier auch eine gute datei vom Äthopien Konzert:Africa Unite 2005 Addis Abeba :!:

mms://mediaserver.kataweb.it/katanew/mu ... s_250k.wmv
Jah bless I and I for fighting
-or not!

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Ras-Matze
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Beitragvon Ras-Matze » 05.06.2008, 08:18


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Beitragvon René » 05.06.2008, 17:30


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Beitragvon René » 05.06.2008, 17:33


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Beitragvon RoadToZion » 05.06.2008, 18:49

"If your brother weak than you must help him if you`re strong;if your sister lost than you must help her find her way; She might just be the one to have to help you out some day; Love you one another for the father loves us all; " (Damian Marley)

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Beitragvon René » 07.06.2008, 21:16



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